Unterlagen für den Notartermin: Checkliste

Aktualisiert: 13.07.2026Lesezeit: 5 Min.Redaktion tabellio.ch

Die endgültige Dokumentenliste erstellt das zuständige Notariat anhand des konkreten Falls. Eine gute Vorab-Checkliste beschleunigt aber Offerte und Entwurf. Grundsätzlich werden Identität, Zivilstand, Vertretung, Gegenstand und gewünschte Regelung dokumentiert. Originale, Aktualität und Übersetzungen sollten vor dem Termin bestätigt werden.

Basisunterlagen für fast jedes Geschäft

Zusatzliste nach Geschäft

GeschäftTypische Unterlagen
Hauskauf/-verkaufGrundbuchauszug, Kaufkonditionen, Finanzierungs-/Schuldbriefangaben, Zivilstand, Übergabetermin, Inventar
GmbH/AG-GründungFirma, Sitz, Zweck, Statuten, Kapitalbestätigung, Organe, Zeichnung und Annahmeerklärungen
Statutenänderungaktueller Registerauszug/Statuten, Beschlussentwurf, Traktanden, Vertretungen
EhevertragHeirats-/Zivilstandsdaten, bestehende Verträge, Vermögens- und Schuldenübersicht, Unternehmensangaben
Erbvertrag/TestamentFamilienübersicht, frühere Verfügungen, Vermögen, Schenkungen, Begünstigte und zwei Zeugen nach Vorgabe
BeglaubigungOriginaldokument, nicht voreilig unterschrieben, Empfängeranforderung und Zielland

Original, Kopie oder Scan?

Scans sind für die Vorbereitung hilfreich, ersetzen aber nicht automatisch den Originalausweis, eine Originalvollmacht oder eine öffentliche Urkunde. Für eine Kopiebeglaubigung muss das Original vorgelegt werden. Bei elektronischen Originalen ist die prüfbare Datei wichtiger als ein Ausdruck. Frage für jedes wesentliche Dokument, in welcher Form es spätestens am Termin vorliegen muss.

Drei Listen statt einerMarkiere Unterlagen als «für Offerte», «für Entwurf» und «Original am Termin». So blockiert ein später benötigtes Original nicht die frühe Vorbereitung.

Ausland und Fremdsprache

Bei ausländischen Register-, Zivilstands- oder Vollmachtsdokumenten können Apostille oder Legalisation, ein aktuelles Ausstellungsdatum und eine Übersetzung verlangt werden. Die Reihenfolge sollte das Notariat festlegen, bevor Kosten entstehen. Wer die Urkundssprache nicht ausreichend versteht, meldet dies bereits bei der Anfrage, damit Dolmetscher und Terminlänge geplant werden.

48-Stunden-Endkontrolle

  1. Namen, Geburtsdaten, Zivilstand und Firmenangaben im Entwurf prüfen.
  2. Beträge, Konten, Grundstücknummern und Termine abgleichen.
  3. Änderungen seit Übermittlung der Unterlagen melden.
  4. Originalausweise, Originalvollmachten und verlangte Belege bereitlegen.
  5. Anreise, Teilnehmende, Zeugen, Übersetzer und Zahlungsweise bestätigen.
  6. Unverstandene Klauseln vor dem Termin schriftlich markieren.

Warum das Notariat weitere Belege verlangen darf

Die Liste ist kein Anspruch auf Beurkundung mit Minimalunterlagen. Die Urkundsperson muss Identität, Befugnisse, Willen und gesetzliche Voraussetzungen prüfen. Bei komplexen Eigentums-, Familien- oder Gesellschaftsverhältnissen sind zusätzliche Nachweise sachgerecht. Je früher offene Punkte bekannt sind, desto geringer ist das Risiko einer teuren Terminverschiebung.

Persönliche Liste bestätigen lassen

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Häufige Fragen

Was muss ich immer zum Notar mitbringen?

Regelmässig einen gültigen Originalausweis sowie die vom Notariat bezeichneten Originale und Vollmachten. Die genaue Liste hängt vom Geschäft ab.

Soll ich vor dem Termin schon unterschreiben?

Bei einer Unterschriftsbeglaubigung besser nur nach Anweisung. Die Unterschrift wird vor der Stelle geleistet oder dort als eigene anerkannt.

Wie aktuell müssen Registerauszüge sein?

Das bestimmt das Notariat oder Zielregister. Nutze aktuelle Auszüge und melde Änderungen, die noch nicht eingetragen sind.

Brauche ich für ausländische Unterlagen immer eine Apostille?

Nein. Zielland, Dokumentart, Staatsvertrag und Empfänger bestimmen den Herkunftsnachweis. Vor Bestellung oder Übersetzung abklären.

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Quellen & StandBern: Prüfung vor und im Beurkundungsverfahren · Notariate Zürich: Parteien und Ausweis · Notariate Zürich: Beglaubigungsunterlagen · Notariate Zürich: Aufgaben und Verfahren. Keine Rechts- oder Steuerberatung; individuelle Verhältnisse und kantonale Verfahren sind zu prüfen. Quelle: tabellio.ch, geprüft gegen die zitierten Primärquellen, Stand Juli 2026.